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Die Ohrenkorrektur ist eine häufige Operation und wird nicht selten bereits im Kindesalter durchgeführt. Abstehende Ohren oder Ohrdeformitäten sind oftmals der Grund für Hänseleien und psychische Belastungen. Die meisten Ohrveränderungen können heute problemlos operiert und ausgeglichen werden.

Grundsätzlich können sich vielfältige Variationen der Ohren entwickeln - meist erblich bedingt - und werden durch unterschiedlichste operative Techniken verändert. Welcher Eingriff in Ihrem speziellen Fall medizinisch indiziert ist, oder ob es sich überwiegend um eine kosmetische Operation handelt, wird in einem ausführlichen Gespräch mit dem Arzt geklärt. Letztendlich müssen Sie davon ausgehen, dass bei überwiegend ästhetischem Operationsziel beim Erwachsenen die gesamte Operation nicht von der Krankenkasse bezahlt wird. Bei Kindern bis ca. 10 Jahren wird die Operation in der Regel von den Kassen bezahlt.

Eine Operation der Ohren kann in den meisten Fällen in örtlicher Betäubung, gegebenenfalls kombiniert mit einer Dämmerschlafnarkose oder aber bei Kindern in Vollnarkose erfolgen. Ein stationärer Aufenthalt ist in der Regel nicht erforderlich. Der Schnitt wird nach Möglichkeit hinter dem Ohr ausgeführt, so dass keine sichtbaren äußeren Narben entstehen. In seltenen Fällen ist auch ein Zugang von vorn im sichtbaren Bereich nicht zu umgehen. Auch dann werden die Narben möglichst in natürlichen Falten (z.B. im Bereich der Ohrfalten) versteckt, so dass sie nicht auffallen. Oftmals reicht auch schon die "Fadenmethode" zur Verstärkung der Faltung der Ohrmuschel aus, um das Ohr anzulegen. Welche Operationsmethode in Ihrem Falle die geeignete ist, wird im gemeinsamen Gespräch zwischen Arzt und Patient entschieden.

Nach der Operation wird meist ein Verband angelegt, der einige Tage getragen werden muss. Nach Entfernung der Nähte nach etwa einer Woche ist kein Verband mehr erforderlich. Bei umfangreicheren Ohrveränderungen ist aber für einige Wochen noch nachts ein Stirnband zu empfehlen, das die Ohren während des Schlafs schützt.

Vorübergehende Schwellungen und kleine Blutergüsse bilden sich schnell nach der Operation zurück, so dass Sie 2-3 Tage nach der Operation wieder ganz normal Ihren Tagesgeschäften nachgehen können. Lediglich Sport und vor allem Kontaktsportarten (Kampfsport, aber auch Mannschaftssport wie Fußball, Handball, etc.) sind für mindestens 2-3 Wochen zu vermeiden, da ein Schlag auf das operierte Ohr erneut zu bleibenden Deformierungen führen kann.

Bei Einhaltung, insbesondere der postoperativen Verhaltenshinweisen, ist das Ergebnis der Operation in der Regel sehr gut. Eine abschließende Beurteilung einer Ohroperation kann frühestens nach einem halben Jahr erfolgen, da die Heilungsvorgänge mindestens 6 Monaten andauern.

Vor jeder Operation steht allerdings die ausführliche Beratung in ausreichendem zeitlichem Abstand vor der Operation, damit Sie genügend Zeit haben, mit sich selbst und der bevorstehenden Operation "in Harmonie" zu sein und keine vorschnellen Entschlüsse fällen. Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen bei der Entscheidungsfindung.

Ihr Team von MedicalSmile

 
Patientin nach 3 Tage nach Anlagen der Ohren
Patientin nach 3 Tage
nach Anlagen der Ohren

Patientin 1 Woche nach Rekonstruktion des Ohrläppchens
1 Woche nach Rekonstruktion
des Ohrläppchens